Eskrima

Eskrima stammt von den Phillipinen. Das Training beginnt im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten gleich mit der Waffe, sprich mit einem Kurzstock. Man trainiert mit einen oder auch zwei Stöcken. Weiterhin werden auch Klingenwaffen (natürlich stumpf im Training) benutzt. Im unserer Gruppe wird auch der waffenlose Bereich regelmäßig trainiert. Die Inhalte sind stark miteinander verknüpft, so dass die Bewegungen nur geringfügig modifiziert werden müssen.

Eskrima, Arnis oder Kali?

Der in Europa geläufigste Begriff ist Eskrima. Egal ob Arnis, Eskrima oder Kali: immer ist die gleiche Kampfkunst gemeint. Inwiefern sich die Stile oder Systeme unterscheiden hängt immer vom jeweiligen Meister und auch von der Region auf den Philippinen ab.

Wir trainieren Eskrima nach Art von Frans Stroeven. Dieser hat seine Interpretation der philippinischen Kampfkunst unter dem Begriff SCS ( Stroeven Combat System ) zusammengefasst.

Das Training

Fluss, Anpassungsfähigkeit, Selbstschutz und Funktionalität. Das sind die Schwerpunkte im Training. Eskrima ist in allen Bereichen auf die Selbstverteidigung ausgelegt

Einzelstock

Das Training beginnt zunächst mit einem Rattanstock, der ungefähr zwischen 60 und 70 cm lang ist. Zuerst wird das Schlagen und die Schrittarbeit trainiert. Dann das Blocken und das Kontern, wobei jedoch die ersten beiden Komponenten am wichtigsten sind. Selbstverständlich wird auch das Wirbeln mit dem Stock trainiert. Durch das Training mit dem Stock wird das Distanzgefühl geschult. Und aufgepasst : wir trainieren immer mit Kontakt am Partner. Natürlich keinen Vollkontakt (es sei denn in einer Rüstung). Im Doce Pares wird immer mit Kontakt gearbeitet, um das Gefühl und die Kontrolle für den Stock zu bekommen.  

Doppelstock

Diese Training dient der hauptsächlich der Koordination. Dabei sind beide Gehirnhälften sehr stark aktiv, da man erstens synchron mit dem Partner arbeitet und zweitens beide Arme benutzen muss. Und nicht zuletzt schafft es sehr schnell ein Gefühl der Sicherheit im Umgang mit dem Stock.    

Waffenloses Training (Pangamot)

Alles zählt, alles geht. Das waffenlose Eskrima - genannt Pangamot - umfasst Schläge, Tritte, Würfe, Hebel etc.  

Alltagsgegenstände

Alle Bewegungskonzepte können auf Alltagsgegenstände umgesetzt werden, dass heißt Zeitschriften, Schirme bis hin zu Kugelschreibern.  

Ausrüstung

Mindestens 1 Stock. Wer sich entscheidet regelmäßig zu trainieren, sollte aufgrund des waffenlosen Trainings bestimmte Schutzausrüstung tragen. Frauen sollten/müssen unbedingt einen Brustschutz tragen, bei Männern empfiehlt sich ein Tiefschutz.

Weitere Informationen zu Eskrima gibt’s bei Dominik Blasi (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)